Bald geht’s rund in unseren Völkern!

Flugbetrieb am Bienenstand

Am Ostermontag wurden in München die ersten Birkenpollen registriert – ein klares Zeichen für den Beginn des Vollfrühlings. Die Bienenvölker haben in den vergangen warmen Tagen begonnen große Brutnester anzulegen. Diese Entwicklung wurde aber durch die wiederholten Wintereinbrüche im März und Anfang April immer wieder gebremst. Für die Völker ist dies eine herausfordernde Zeit, da sehr viel Energie/Futter benötigt wird, um die angelegte Brut zu wärmen. Nicht umsonst passieren die meisten Völkerverluste bei solch wechselhaften Wetter zu Frühjahrsbeginn – der gefürchtete Futterabriss.

Diese Phase wechselhaften Wetters scheint jetzt allerdings überwunden zu sein und der Frühling kommt unaufhaltsam. In Rott blühte am Samstag, 10. April bereits der erste Löwenzahn. Wie so häufig in den letzten Jahren stellt sich jetzt aber die Frage ob unsere Bienenvölker bei der aktuellen Entwicklung in der Pflanzenwelt mithalten können und viel Frühtrachthonig geerntet werden kann. Das Wetter der nächsten Tage wird darüber entscheiden.

Als Imker wird es jetzt Zeit in den Völkern den nötigen Platz für die weitere Entwicklung der Bienenvölker zu schaffen. Der Königin muss jetzt viel Platz für die Eiablage gegeben werden, damit sich das Volk stark entwickeln kann. Dazu können übrige Futterwaben jetzt bis auf eine kleine Reserve durch ausgebaute Leerwaben ersetzt werden, die an den Rand des Brutnests gehängt werden. Andernfalls entsteht durch frisch eingetragenen Pollen und Nektar eine Konkurrenzsituation um den noch freien Platz und die Volksentwicklung wird gehemmt. Bei starken Völkern kann demnächst auch der Drohnenrahmen an den Rand des Brutnests eingehängt werden als Falle für Varroamilben und um Drohenwildbau auf den Brutwaben zu vermeiden.